Die
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Köln-West weihte ihr
neues Zentrum in einem ehemaligen Fabrikgebäude ein.
Ehrenfeld - Ein
Gebäude, das sich "Lichthaus" nennt, ist geradezu
prädestiniert, Menschen aufzunehmen, die geistige
Erbauung suchen. Doch nicht nur der Name und die
dazugehörige Adresse in der Lichtstraße hatten es den
Verantwortlichen der Evangelisch-Freikirchlichen
Gemeinde Köln-West angetan. Vor allem suchten sie
größere Räume für die Gemeinde, denn im alten Domizil an
der Scheidtweiler Straße war es angesichts stetig
gestiegener Mitgliederzahlen zu eng geworden.
Im umgebauten
Fabrik-Komplex der ehemaligen Vulkan-Werke wurden sie
fündig. Thomas Walten von der Vulkan-Grundstück AG war
nach einem Besuch eines Gottesdienstes sehr angetan von
den künftigen Mietern "Ich glaube, das ist genau das
Richtige für unsere Kreativlinge", meinte er zufrieden.
Nachbarn der Freikirchlichen sind kleinere bis mittlere
Unternehmen, vornehmlich aus dem Bereich der Medien. Der
Blick aus dem 265 Quadratmeter großen, hellen
Gottesdienstraum fällt auf den charakteristischen
Backsteinbau der ehemaligen Leuchten-Fabrik. Beim
Einweihungsgottesdienst wurde denn auch sehr häufig der
Begriff "Licht" im Sinne von "Erleuchtung" verwendet.
Sowohl in der Predigt von Peter Aschoff, der eigens aus
Erlangen angereist war, wie auch in den Liedern der
"Lobpreis-Gruppe", die mit moderneren Rhythmen
angestimmt wurden.
Die
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, deren sonntägliche
Gottesdienste im Durchschnitt von rund 200 Menschen
besucht werden, bietet in ihrem neuen Zentrum auch
Angebote für Kinder und Jugendliche sowie so genannte
"Alpha-Kurse" für Interessierte, die sich zur Freikirche
hingezogen fühlen. Gemeindeleiter Gilbert Mohr
beschreibt die Vision des eingetragenen Vereins, der
sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert,
so: "Durch uns sollen die Menschen Jesus kennen lernen
und in seiner Nachfolge wachsen." Bezirksvorsteher Josef
Wirges freute sich über die Zugezogenen ebenfalls und
ermunterte die knapp 200 Gemeindemitglieder, deren
Altersdurchschnitt mit 35 Jahren angegeben wurde, zur
Mitarbeit im sozialen Netzwerk des Stadtteils. (Rös)
Nicht nur für
Gemeindeleiter Gilbert Mohr und Prediger Peter Aschoff
(r.) war es ein besonderer Tag. BILD: RÖSGEN