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Zur historischen Positionierung des VULKAN.KÖLN - [14.11.2002]
 


Der VULKAN Köln liegt im historischen kölner Lichtviertel, im Stadtteil Ehrenfeld.

Die Straßennamen Heliosstr und Lichtstraße sind Zeugnisse dieser über 100jährigen Geschichte aus den Anfängen der Industrialisierung von Köln. Aus der Gas Straße wurde die Lichtstr..
Die Actien Gesellschaft für Gas und Elektrizität wurden die VULKANWERKE.

Hier wurden Gaslaternen gegossen und etwa ab 1910 begann die Hightech Produktion der elektrischen Straßenbeleuchtung.
Hier war eines der innovativen Zentren Kölns, Leuchttürme aus Köln waren weltweit begehrt, die Firma Helios war Weltmarktführer, noch heute steht ein Leuchtturm in der Heliosstr. Das neue elektrische Licht der Städte warf Licht in alle bis dahin dunklen Ecken, politisch und sozial erhellte sich gewissermaßen die neue Zeit.

Das Bewusstsein der Menschen erwachte aus dem Dämmerzustand der Ständehirarchien und Manufakturen. Das Leben wurde sicherer und transparenter, kritischer und informativer.
Vulkan beleuchtet und inszeniert die Einweihung des Kölner Doms 1880, die von Konrad Adenauer gewünschte Lichtinszenierung einer gesamten Stadtskyline zur Pressa 1928 wird von VULKAN ausgeführt.

Die wichtigste Ausstellung zur Versöhnung von Kunst und Handwerk die "Werkbund Ausstellung in Köln 1914":Vulkan bekommt den Auftrag zur Herstellung eines Kandelabers zur Straßenbeleuchtung des Deutzer Rheinufers, Werbeanzeige von VULKAN im Ausstellungskatalog. Mit der Leuchtkraft der neuen elektrischen Beleuchtungsmittel wurden auch die Lichtspielhäuser möglich, Filmtheater entstanden, das Kino und damit die Möglichkeit vorproduzierter Unterhaltung großen Gruppen zugänglich zu machen begann. Der Siegeszug einer neuen Industrie begann: die Unterhaltungsindustrie UFA Hollywood hatten bis dahin nie da gewesene wirtschaftliche Zuwachsraten. Fox tönende Wochenschau informierte die Welt Der Film wurde zu einem wichtigen Informationsmedium, in der Folge entstanden die Fernseh-gesellschaften, hier liegen die Wurzeln des Informationszeitalters. Alle Aspekte haben mit Licht zu tun und wären ohne diese technische Entwicklung nicht denkbar.

Heute nun sind Laser die Werkzeuge der neuen Unterhaltungsmedien und der gesamten Informationsgesellschaft, Bild und Tondaten werden so gesichert und vervielfältigt, Glasfaserkabel führen Lichtsignale die in ungeheurer Präzision und Geschwindigkeit enorme Datenmengen in Lichtgeschwindigkeit transportieren.

Licht ist Schwingung, ist Frequenz, ist je nach Höhe der Frequenz gewissermaßen hörbar, in jedem Fall messbar, so auch einsetzbar bei der Analyse molekularer Strukturen in der Magnetresonanz
All dies bildet die historische Basis gewissermaßen den soliden Baugrund für den neuen VULKAN.Köln. Hier wird weiterhin mit Licht gearbeitet, Unterhaltung und Information produziert und in Lichtgeschwindigkeit verbreitet, es wird weiterhin geforscht und mit Licht gemessen.

Die Transformation vom Industriestandort zum High end Produzenten der Kommunikations-, Informations- und Wissensgesellschaft wird hier in eindrucksvoller Weise
An diesem historischen Standort und in der denkmalgeschützten Bausubstanz realisiert.

Literatur:
· 2000 Jahre kölner Wirtschaftsgeschichte Clara van Eill
· Kölner Wirtschaftsarchitektur von der Gründerzeit bis zum
Wiederaufbau
· Wienand Verlag Dieter Klein- Meynen, Henriette Meier, Alexander
Kirdorf

[14.11.2002] Thomas Walten